Die Achtsamkeit auf den Atem


Der abgelenkte, gestresste Alltagsmensch kann sich durch Meditation wieder in seine Mitte bringen, mit Konzentration auf den Atem. Wenn der Mensch in Stress gerät, ist seine Atmung eher flach und schnell, - dies hat dann auch Auswirkungen auf seine Körperfunktionen,- längerfristig gesehen...Dis-Stress verhindert sehr oft achtsam mit sich zu sein, lässt den Atem nicht mehr fließen. Die Fähigkeit des Gebens und Nehmens, Festhaltens und Loslassens ist dann gestört.
Bei der Atembiofeedback-Methode wird diese Konzentration auf den ATem in Verbindung mit einem Wellenton und Licht genutzt, um dem Menschen in einen entspannten Alphazustand zu verhelfen. In Stressituationen erinnnert der Mensch sich und findet über den Atem zu seinem ausgeglichenen Rhythmus zurück.
Rein therapeutisch macht das Gewahrsein des Atems also Sinn und auch um sich selbst wieder zu spüren in der eintretenden Ruhe zu Zentrierung zurückzukehren und sich neue Ziele setzen zu können.
So viele Menschen hetzen atemlos durch das Leben,- bis ihnen die 'Puste ausgeht'...
Sie sind es vielleicht nicht gewöhnt, regelmäßig zu meditieren, da ist die Konzentration auf den Atem ein wundervoller Anfang...


Die Achtsamkeit auf den Atem
.
Die Vergegenwärtigung des Atems trainiert die Achtsamkeit und das Gewahrsein. Die Fähigkeit zu wachsamer und klarer Bewusstheit spielt im buddhistischen Übungssystem eine Schlüsselrolle. Sie stellt auch ein hervorragendes Gegenmittel gegen Rastlosigkeit, Nervosität und Zerstreutheit dar und hilft, sich zu entspannen. Die Vergegenwärtigung des Atems wirkt sich somit positiv auf die gesamte körperliche und geistige Verfassung aus.

 

Der Atem als Anker

 

Das Leben findet hier und jetzt statt.

 

Durch die Achtsamkeit auf den Atem gelingt es uns immer wieder, die Präsenz im Augenblick zu kultivieren. Jeden Augenblick bewusst zu erleben, schenkt neue Freude, Kraft und Verbindung mit dem Lebendigsein.

Wie oft geschieht es in unserem täglichen Leben, dass unser Körper zwar anwesend ist, aber unsere Gedanken in eine ganz andere Richtung driften? Während wir das Geschirr abwaschen, denken wir vielleicht an den Film, den wir gestern Abend im Kino gesehen haben. Derart geistesabwesend sind wir kraftlos und nehmen unser Leben nicht mehr wahr. Dagegen sind wir voller Energie, wenn wir präsent und aufmerksam bei dem sind, was wir gerade tun. Dann fühlen wir keinen Stress und spüren wieder Freude und Fülle in unserem Leben. Wir nehmen die kleinen Dinge im Alltag wieder wahr, die Blume in der Wiese oder den Sonnenuntergang am See.

Indem wir immer wieder mit der Aufmerksamkeit auf den Atem zurückkehren, können wir Körper und Geist wieder verbinden und uns in den gegenwärtigen Moment zurückholen. „Achtsamkeit ist wie das Sonnenlicht, das an dunklen Orten scheint. Alles Lebendige wächst und gedeiht im Licht“, sagt der Zen-Lehrer Alan Senauke.


Aus dem Gedankenkino aussteigen

 

Eine Kernübung zur Schulung der Achtsamkeit ist die Atemmeditation. Unser gewöhnlicher Geist ist klebrig wie Honig und liebt es, an Gedanken festzuhalten und sich in endlosen Geschichten zu verlieren.

Wir können uns jedoch täglich darin trainieren, bewusst aus unserem Gedankenkino auszusteigen, indem wir mit dem Atem Kontakt aufnehmen und ihn fühlen. Der Atem ist dann unser Anker, der uns immer wieder mit dem Hier und Jetzt verbindet.

 

Besonders während der Meditation ist die Konzentration auf den Atem eine bewährte Technik, um aus Grübel-Kreisläufen und belastenden Stresssituationen auszusteigen. Diese Fähigkeit, mit der Achtsamkeit auf den Atem bewusst Pausen zu setzen und nicht sofort auf jeden Reiz zu reagieren, können wir auch im Alltag bestens trainieren und so unserer Zerstreutheit entgegenwirken. Immer wieder können wir uns auch fragen: Wo bin ich mit meiner Aufmerksamkeit und meinem Gewahrsein gerade?