Aurum metallicum, Aurum foliatum MM

 

Zitat: Zwei Juden vor der Klagemauer: "Oh, du gefürchtete Segensmauer, bewahrst und beschützt uns, aber wo ist der Tempel zu Jerusalem?" Antwort: "Der Tempel ist in deinem Herzen, nie im Außen."

 

Sein Überleben ist abhängig davon, seine Pflicht zu erfüllen, arbeitet perfektionistisch. Er ist das älteste Kind, sein Vater lebt nicht mehr. Er ist sehr moralisch und gewissenhaft. Seine Prinzipien erfüllt er unerbittlich, diktatorisch und intolerant. Religiosität, Musik bessert und Exaktheit findet sich nur in Aurum wieder. König der Metalle, Sonne - Herz, Entdeckungsreisen - Ausbeutung, Suche nach innerem und äußerem Gold, Quelle von Licht und Wärme, Klang der stark berührt und lange nachklingt (Steiner), leitfähig, gießbar, weich, unzerstörbar, dehnbar (Golddraht, Blattgold), Goldrausch - Spielsucht - Depressionen bei Verlust, goldenes Kalb - Verehrung des äußeren Goldes/inneres nicht vorhanden, Geiz (D. Duck).

 

 

Gemüt: Hoffnungslosigkeit, Niedergeschlagenheit und starke Selbstmordneigung. Angst Zuwendung verloren zu haben / Verlustangst. Unzufrieden mit dem Schicksal - Melancholie / tiefste, schwärzeste Depressionen, tiefe konstante Schwermut mit Gewissensangst, Lebensüberdruß, Angst die Seligkeit verloren zu haben, wegen Pflichtversäumnissen, Zorn, Launen, Gewalttätigkeit, Empfindlich gegen Widerspruch / Geräusche, Folgen von enttäuschter Liebe / Schreck / Enttäuschung / Verlust des Vermögens. „ Möchte vom Herz verstanden werden“. Höhepunkt des Lebens mit Wehmut vermischt. Selbstmord - aus der Höhe herunterstürzen.

 

sonnig, strahlend, verantwortungsbewußt, oft cholerisch, hoher Anspruch an Freundschaft, fair, starker Gerechtigkeitssinn, großzügig, seelisch leicht verletzbar, wenn inneres (Gold) fehlt - Festhalten an äußerem Reichtum. Möchte gerne ein Elternteil sein. Konservative, alte Kleidung.
einschlafen.

 

 

Syphilitisch Aurum metallicum Freude schöner Götterfunken,Bhajans
Organwirkungen TCM: Schutz von Leber und Herz

 

 

Geschichte der Arznei
Das Wort Gold soll etymologisch von geolo = gelb kommen. Eine andere denkbar mögliche Erklärung des Worts Golds könnte in der sprachlichen Nähe der Worte Gold - Geld - Golt - Gelt - Gilt zu suchen sein. Demnach wäre hier eine Bedeutung von Gültigkeit gegeben, die andeutet, daß Gold, oft früher auch als Geld in Form von Goldmünzen verwendet, als ein Wert gilt, z.B. als Wert erbrachter Arbeit gegen den Austausch von Gütern und so eine Leistung dahinter „währt“. Im weitesten Sinne kann ein wesentlicher Aspekt des Lebens (nicht nur die Arbeit) durch das Gold eine Bedeutung geltend machen, so daß dieser innere Prozeß durch das äußere Gold oder Geld dokumentiert wird. Kommt es zu keiner äußeren Vergeltung des inneren Prozesses, steht die Goldtat umso präsenter in ihrer oft nicht direkt sichtbaren Bedeutung da.
Gold hat wie kein anderes Metall eine Königsstellung inne und wurde seit Urzeiten mit Reichtum, Königstum und der Qualität der Sonne assoziiert. Gold ist aufgrund seines Werts ein gesuchtes und begehrtes Metall.

 

Im Reich der Inkas zählte das Gold zu den heiligen Metallen und galt als das Metall des Sonnengottes, so wie es auch in der westlichen Astrologie als das Metall der Sonne gilt und die ägyptische Hieroglyphe für Gold und Sonne identisch ist. Die Spanier, die Südamerika eroberten, verfielen in einen regelrechten Goldrausch und eine Goldgier, die sie auch dazu veranlaßte, zu morden und zu plündern. In der Alchemie nimmt Gold eine besondere, zentrale Stellung ein. Der Alchemist ist landläufig dafür bekannt, daß er eine Transmutation von unedlen Stoffen wie z.B. Blei in Gold durch den Stein der Weisen durchzuführen versucht. Dies kann durchaus auch so verstanden werden, als daß der Alchemist eine innere Veredelung zum Goldmenschen anstrebt.

 

In der Homöopathie führte Hahnemann das homöopathische Arzneimittel des Golds ein. Er berief sich dabei auf arabische Ärzte, die Goldpulver gegen Melancholie, Schwermütigkeit, Herzschwäche, Herzschmerzen, Herzklopfen, Haarausfall und Schwäche der Augen verschrieben, während viele andere Autoritäten Gold für medizinisch unwirksam hielten, meistens schon aus theoretischen Gründen. Hahnemann fand Gold insbesondere wirksam bei melancholischen „Personen, die mit Selbsttötung sehr ernstlich umgingen“ als Heilmittel.

 

Chemisch hat Gold eine außerordentliche hohe Beständigkeit. Weder Säuren noch Basen wirken auf das Metall ein. Lediglich Königswasser (ein Gemisch aus Salpetersäure und Schwefelsäure) ist in der Lage, Gold zu lösen. Gold ist außerdem ein sehr schweres (doppelt so schwer wie Blei) und gleichzeitig ein sehr weiches und plastisches Metall. Ein Stückchen Gold von der Größe eines Streichholzkopfs kann man zu einem Draht von mehr als drei Kilometern Länge ausziehen oder es zu 50 Quadratmetern grün durchscheinender Folie ausbreiten. Reines Gold nutzt sich leicht ab. Daher wird es oft in Legierungszusätzen mit Silber, Kupfer, Zink, Kadmium und Nickel versehen. Pures Gold hat 24 Karat. 22 Karat bedeutet beispielsweise, daß 22 Teile Gold mit 2 Teilen eines anderen Metalls verbunden sind. 18 Karat wird in der Regel für Schmuckstücke verwendet, so daß eine gewisse Härte gegeben ist.

 

Der historische Wert des Golds läßt sich bis zum Jahre 710 v. Chr. zurückverfolgen. Aus den Fundamenten des Palasts des Königs Sargon in der damals assyrischen Stadt Khorsabad stammen eine Gold- und Silberplatte mit Inschriften, aus denen hervorgeht, daß damals ein Pfund Gold 13 1/3 Pfund Silber wert war, also ein Teil Gold soviel wert war wie 40 Teile Silber. Dieses Verhältnis hat sich interessanterweise in allen späteren Zeiten wie im alten Rom und auch im Mittelalter wiedergefunden. Erst im Jahre 1687, als die Kaufleute der Londoner und Hamburger Börse den Wert beider Metalle zu notieren begannen, änderte sich dieses Verhältnis zu 15 ½ Pfund Silber für ein Pfund Gold, um schließlich um 1874 völlig dieses feste Wertverhältnis zu verlieren. Gold verändert sich nicht - es ist ein Symbol unvergänglichen Werts („Währung“). Gold hat und hatte im wirtschaftlichen Konsens den Sinn, Papierwährungen zu decken. Notenbanken sind so nur berechtigt, Geld zu drucken und auszugeben, wenn dieses durch entsprechende Goldvorräte gedeckt ist.

 

 

Astrologische Konstellation
SO/PL/SA
Ätiologie
Beschwerden durch Bankrott
Beschwerden durch Zusammenbruch der Existenz
Beschwerden durch Enttäuschung (SO/PL)
Beschwerden durch Kummer
Beschwerden durch enttäuschte Liebe
Beschwerden durch Zorn, Wut
Beschwerden durch Widerspruch
Beschwerden durch Mißbrauch von Quecksilber

 

Essenz der Erlebensform
- Der inneren Stimme des Herzens in Bezug auf die eigene, innere Schicksals-Bestimmung vertrauen und folgen ohne sich im Geringsten von den Kräften des Verstands [Macht der Acht] irritieren zu lassen (SO/PL/SA)
- Entscheidungspunkt, ob wir mit dem Höheren in Verbindung stehen, obwohl äußerlich die Situation nicht vorteilhaft sein muß (SO/PL/SA)
- Es gibt nichts zu bekommen, sondern es geht nur darum, die inneren Themen zuzulassen
Essenz der Erleidensform
Abgeschnittensein von der ureigensten Wesensbestimmung und Liebesfähigkeit und dies durch belastende Verantwortung und äußeren Aktionismus kompensieren, welche die abgeschnittenen Gefühle in starker Traurigkeit wiederauferstehen läßt (SO/PL/SA)
- Angst vor Ohnmacht führt zu Machtstreben und Ergreifen von Verantwortung (SO/PL/SA)
(Quelle: A.Krüger,  SHS Berlin, Bunkahle)